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9. Wer ist für die Rehabilitation zuständig?

In diesem Kapitel finden Sie grundlegende Informationen dazu, welche Organisationen in Österreich für die Rehabilitation zuständig sind und welche Leistungen diese Organisationen erbringen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen Versicherungsträger.

Pensionsversicherungsanstalt

Bei Rehabilitationsmaßnahmen, die von der Pensionsversicherung übernommen werden, geht es darum, ein krankheitsbedingtes Ausscheiden aus dem aktiven Erwerbsleben zu vermeiden oder die Gesundheit und Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen. Die Pensionsversicherung bietet folgende Rehabilitationsmaßnahmen:

Rehabilitationsmaßnahmen aus der Pensionsversicherung werden Versicherten dann gewährt, wenn bereits Invalidität (Arbeiterinnen und Arbeiter), Berufsunfähigkeit (Angestellte) bzw. Erwerbsunfähigkeit (Gewerbetreibende und Bäuerinnen und Bauern) vorliegt oder wenn einer der oben genannten Umstände ohne Rehabilitationsmaßnahmen in absehbarer Zeit eintreten würde.

Bei Antrag auf Berufsunfähigkeits-, Invaliditäts- und Erwerbsunfähigkeitspension prüft der Pensionsversicherungsträger, ob die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben durch Rehabilitationsmaßnahmen möglich ist.

Die Rehabilitationsmaßnahmen werden auf entsprechenden Antrag der Versicherten, aber auch vom Pensionsversicherungsträger selbst veranlasst. Auf Maßnahmen der Rehabilitation besteht kein Rechtsanspruch. Im Zuge von medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen ist bei Unterbringung in einem Rehabilitationszentrum grundsätzlich eine Zuzahlung der Versicherten bzw. Pensionsbezieherinnen oder Pensionsbeziehern vorgesehen. Bei sozialer Schutzbedürftigkeit (z.B. Ausgleichszulagenbezieherinnen und Ausgleichszulagenbezieher) gibt es jedoch eine Befreiung. Während der Zeit, in der die oder der Versicherte an medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen oder beruflichen Ausbildungen teilnimmt, leistet der Pensionsversicherungsträger ihr oder ihm ein sogenanntes Übergangsgeld.

Nähere Informationen über den Antrag zur beruflichen Rehabilitation sowie über die Höhe von Zuzahlungen und Übergangsgeldern erhalten Sie bei der Pensionsversicherungsanstalt oder Ihrem jeweiligen Pensionsversicherungsträger.

Allgemeine Unfallversicherungsanstalt

Die Rehabilitation nach Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten umfasst medizinische, berufliche und soziale Maßnahmen, die dazu dienen, die Leistungsfähigkeit von "Versehrten" soweit wie möglich wiederherzustellen. Durch die beruflichen Maßnahmen der Rehabilitation soll die oder der Verunfallte in die Lage versetzt werden, den früheren oder, wenn dies nicht mehr möglich ist, einen neuen Beruf auszuüben.

Zu den beruflichen Maßnahmen der Rehabilitation gehören unter anderem auch die Berufsfindung, Arbeitserprobung und ausbildungsbegleitende Maßnahmen wie Nachhilfeunterricht und Fernlehrgänge in Zusammenhang mit einer (internatsmäßigen) Ausbildung. Vom Arbeitsmarktservice vorgesehene Maßnahmen können im Bedarfsfall auch für Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt gewährt werden. Weitere Beispiele für Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation sind:

Für die Dauer einer Ausbildung (außerhalb eines Dienst- und/oder Lehrverhältnisses) kann der Unfallversicherungsträger ebenso wie der Sozialversicherungsträger ein Übergangsgeld gewähren.

Die Maßnahmen der sozialen Rehabilitation umfassen Leistungen, die neben den medizinischen und beruflichen Maßnahmen dazu beitragen, das angestrebte Rehabilitationsziel zu erreichen. Zu den sozialen Maßnahmen gehört auch die regelmäßige Betreuung der Rehabilitandin oder des Rehabilitanden vor und nach Erreichung des Rehabilitationszieles. Weitere Beispiele zur sozialen Rehabilitation:

Nähere Informationen zu den Rehabilitationsangeboten der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt erhalten Sie bei Ihrer Rehabilitationsberaterin oder Ihrem Rehabilitationsberater in der jeweiligen Landesstelle der Unfallversicherungsanstalt. Die Beraterinnen und Berater stehen Ihnen auch in den Unfallkrankenhäusern und Rehabilitationszentren der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt zur Verfügung.